Erzgebirgisches Seelenfutter: Buttermilchgetzen

Vor Kurzem habe ich mit meiner Kollegin Jana Männig über kulinarische Kindheitserinnerungen und ihr Kochbuch Oberes Erzgebirge* gesprochen (und ja, davon werdet ihr hier auch noch lesen). Das sind ja nun pure Seelenfutterthemen! Und weil sie gerne bei meinem Blogevent Vegetarisches Seelenfutter mitmachen wollte, habe ich sie einfach als Gastautorin in mein Blog eingeladen. Hier kommt Janas Seelenfutter-Beitrag:

Seelenfutter gibt es dort, wo man zu Hause ist, und natürlich dort, wo man früher einmal zu Hause war. Ich stamme aus dem Erzgebirge. Und deswegen sind die erzgebirgischen Speisen mein Seelenfutter. Obwohl die Kargheit der Böden und die langen Winter den Erzgebirger auf die Kartoffel als Hauptnahrungsmittel in unzähligen Varianten zurückwarf, ein wenig Speck sollte möglichst immer dabei sein. Mit „vegetarisch“ hatte es der Erzgebirger zu Zeiten, als ich meinem Seelenfutter verfiel, noch nicht so sehr. Im Gegenteil. In meinem Kochbuch Oberes Erzgebirge sind die Fleischgerichte üppig vertreten. Und wenn Gemüse, dann doch wenigsten mit Speck. Aber das sagte ich wohl schon.

Winteransicht Erzgebirge

Das Erzgebirge im Winter. Foto: Jana Männig

Meine „Buttermilchgetzen“ schmecken glücklicherweise auch mit Leinöl, und ich kann bei Sabines Blogevent mitmachen.

Zuerst werden 1 ½ Kilogramm Kartoffeln geschält, fein gerieben und leicht ausgedrückt. Unter diese Masse mengt man eine kleine, fein gehackte Zwiebel, gibt ½ l Buttermilch dazu und schmeckt alles mit Salz und Kümmel ab. Nun fettet man ein tiefes Backblech großzügig mit gutem Leinöl und gießt anschließend die Kartoffelmischung darüber. Obenauf wird noch einmal Leinöl geträufelt. Dann kommt der Buttermilchgetzen für 30 Minuten bei Mittelhitze (ca. 175 °C Ober-/Unterhitze) in den Ofen, bis seine Oberfläche goldbraun ist.

Danke für das Rezept, Jana! Das werde ich sehr bald ausprobieren.

 

4 Gedanken zu “Erzgebirgisches Seelenfutter: Buttermilchgetzen

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